{"id":2042,"date":"2026-03-10T17:56:10","date_gmt":"2026-03-10T16:56:10","guid":{"rendered":"https:\/\/unruffled-hypatia.88-198-51-214.plesk.page\/?post_type=blog&#038;p=2042"},"modified":"2026-05-09T12:17:57","modified_gmt":"2026-05-09T10:17:57","slug":"niacinamid-was-kann-vitamin-b3-wirklich-fuer-hautbarriere-poren-und-hyperpigmentierung","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/blog\/niacinamid-was-kann-vitamin-b3-wirklich-fuer-hautbarriere-poren-und-hyperpigmentierung\/","title":{"rendered":"Niacinamid: Was kann Vitamin B3 wirklich f\u00fcr Hautbarriere, Poren und Hyperpigmentierung?"},"content":{"rendered":"<article class=\"blog-article-container\">\n<div class=\"blog-article-body\">\n<h2>Niacinamid: Was kann Vitamin B3 wirklich f\u00fcr Hautbarriere, Poren und Hyperpigmentierung?<\/h2>\n<p>Wer sich heute mit moderner Hautpflege besch\u00e4ftigt, begegnet Niacinamid fast zwangsl\u00e4ufig. Der Wirkstoff ist in Seren, Cremes, Tonern und sogar in medizinisch inspirierten Barrier-Produkten zu finden. Die Versprechen klingen attraktiv: st\u00e4rkere Hautbarriere, feinere Poren, weniger R\u00f6tung, weniger Flecken, insgesamt ruhigere und ebenm\u00e4\u00dfigere Haut. Gerade weil Niacinamid so oft als Allesk\u00f6nner dargestellt wird, stellt sich eine berechtigte Frage: Was davon ist medizinisch plausibel \u2013 und was ist eher Marketing?<\/p>\n<p>Im Folgenden ist mit Niacinamid die topische Anwendung auf der Haut gemeint, also Vitamin B3 bzw. Nicotinamid in Serum-, Creme- oder Lotion-Form. Topisch angewendet ist Niacinamid gut untersucht und bemerkenswert vielseitig: Es kann die Barrierefunktion verbessern, den transepidermalen Wasserverlust senken, entz\u00fcndliche Prozesse modulieren und bei Pigmentunregelm\u00e4\u00dfigkeiten helfen. Gleichzeitig ist es kein Wirkstoff, der \u201ePoren wegzaubert&#8221; oder Hyperpigmentierung \u00fcber Nacht verschwinden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr Erwachsene zwischen 30 und 60 ist Niacinamid deshalb interessant: In diesem Lebensabschnitt treten selten nur ein einzelnes Hautproblem auf. H\u00e4ufig sehen wir Mischbilder aus gest\u00f6rter Hautbarriere, feinen Entz\u00fcndungen, Glanz, sichtbaren Poren, R\u00f6tung und ungleichm\u00e4\u00dfiger Pigmentierung. Genau in solchen komplexeren Hautsituationen ist Niacinamid oft sinnvoll \u2013 nicht als Wunderwaffe, sondern als gut vertr\u00e4glicher, strategischer Wirkstoff.<\/p>\n<hr class=\"blog-divider\">\n<h2>Was ist Niacinamid \u2013 und warum ist es dermatologisch so relevant?<\/h2>\n<p>Niacinamid ist die Amid-Form von Vitamin B3, auch Nicotinamid genannt. Biologisch ist es eng mit den Coenzymen NAD+ und NADP+ verbunden, die eine zentrale Rolle im zellul\u00e4ren Energiestoffwechsel und in Reparaturprozessen spielen. F\u00fcr die Dermatologie ist das vor allem deshalb interessant, weil Niacinamid nicht nur kosmetisch \u201egl\u00e4ttet&#8221;, sondern auf mehreren Ebenen in die Hautphysiologie eingreift. Reviews beschreiben antioxidative, entz\u00fcndungsmodulierende, sebostatische, barrierest\u00e4rkende und aufhellende Eigenschaften \u2013 je nach Konzentration, Formulierung und Anwendungsdauer.<\/p>\n<p>Das erkl\u00e4rt, warum Niacinamid so breit eingesetzt wird: bei trockener oder sensibler Haut, bei Rosazea-\u00e4hnlicher Reaktivit\u00e4t, bei \u00f6liger Haut, bei aknenaher Sebumproblematik und bei postinflammatorischer Hyperpigmentierung. Wichtig ist aber die Einordnung: Niacinamid ist kein Ersatz f\u00fcr jede medizinische Therapie. Es ist eher ein Wirkstoff mit mehreren moderaten, daf\u00fcr klinisch sinnvollen Effekten, der sich besonders gut in langfristige Routinen integrieren l\u00e4sst.<\/p>\n<div class=\"blog-info-box\">\n<h4>Gut zu wissen<\/h4>\n<p>Die St\u00e4rke von Niacinamid liegt weniger in einem einzigen \u201estarken&#8221; Effekt als in seiner Vielseitigkeit: Es adressiert gleichzeitig Barriere, Talgregulation, Entz\u00fcndung und ungleichm\u00e4\u00dfigen Teint. Genau deshalb passt es oft gut zu erwachsener, empfindlicher oder \u00fcberpflegter Haut.<\/p>\n<\/div>\n<hr class=\"blog-divider\">\n<h2>Niacinamid und die Hautbarriere: Einer der bestuntersuchten Effekte<\/h2>\n<p>Wenn \u00fcber Niacinamid gesprochen wird, ist die Verbesserung der Hautbarriere einer der solidesten Punkte. Mechanistische Studien zeigen, dass Nicotinamid die de-novo-Synthese von Ceramiden stimulieren kann und auch die Bildung freier Fetts\u00e4uren und von Cholesterin f\u00f6rdert \u2013 also genau jener Lipidbausteine, die f\u00fcr eine funktionierende Hornschicht entscheidend sind. In derselben Forschungsrichtung wurde auch eine Abnahme des transepidermalen Wasserverlusts beschrieben.<\/p>\n<p>Diese Mechanismen sind klinisch relevant, weil eine gest\u00f6rte Barriere selten isoliert auftritt. Sie zeigt sich oft als Trockenheit, Spannungsgef\u00fchl, Brennen, erh\u00f6hte Reaktivit\u00e4t oder schlechtere Vertr\u00e4glichkeit anderer Wirkstoffe. Studien mit niacinamidhaltigen Feuchtigkeitspflegen zeigten Verbesserungen der Stratum-corneum-Barriere, der Hydratation und der Symptomatik bei empfindlicher bzw. rosazeaassoziierter Haut; auch bei atopic-dry-skin- und Xerosis-Settings wurden Verbesserungen von Hydratation und TEWL beschrieben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Praxis bedeutet das: Niacinamid ist besonders sinnvoll, wenn eine Routine \u201ezu viel&#8221; geworden ist \u2013 etwa nach \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Einsatz von S\u00e4uren, Retinoiden oder zu aggressiver Reinigung. Es repariert die Hautbarriere nicht im Sinne eines sofortigen Reset-Knopfs, kann aber die Voraussetzungen verbessern, damit sich die Haut wieder stabilisiert und andere Wirkstoffe besser toleriert werden. Genau deshalb ist Niacinamid in vielen dermatologisch inspirierten Basisroutinen eher Fundament als Spezialeffekt.<\/p>\n<div class=\"table-container\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Bereich<\/th>\n<th>Was Niacinamid leisten kann<\/th>\n<th>Was man nicht erwarten sollte<\/th>\n<th>Realistische Zeitschiene<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td data-label=\"Bereich\">Hautbarriere<\/td>\n<td data-label=\"Was Niacinamid leisten kann\">Unterst\u00fctzung von Ceramiden, Fetts\u00e4uren und Cholesterin; weniger TEWL; mehr Hydratation<\/td>\n<td data-label=\"Was man nicht erwarten sollte\">Kein Sofort-Effekt nach 1\u20132 Anwendungen bei stark irritierter Haut<\/td>\n<td data-label=\"Realistische Zeitschiene\">H\u00e4ufig 2\u20134 Wochen f\u00fcr sp\u00fcrbare Stabilisierung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-label=\"Bereich\">\u00d6lige Haut \/ Poren<\/td>\n<td data-label=\"Was Niacinamid leisten kann\">Weniger Oberfl\u00e4chenglanz, reduzierte Sebumwerte in Studien, ruhigeres Hautbild<\/td>\n<td data-label=\"Was man nicht erwarten sollte\">Keine anatomische \u201eVerkleinerung&#8221; von Poren<\/td>\n<td data-label=\"Realistische Zeitschiene\">Oft 2\u20136 Wochen bis sichtbare Ver\u00e4nderung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-label=\"Bereich\">Hyperpigmentierung<\/td>\n<td data-label=\"Was Niacinamid leisten kann\">Gleichm\u00e4\u00dfigerer Teint, Reduktion von Flecken durch Hemmung des Melanosomentransfers<\/td>\n<td data-label=\"Was man nicht erwarten sollte\">Kein Express-Aufheller, besonders nicht bei hartn\u00e4ckigem Melasma<\/td>\n<td data-label=\"Realistische Zeitschiene\">Eher 4\u201312 Wochen oder l\u00e4nger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-label=\"Bereich\">Vertr\u00e4glichkeit<\/td>\n<td data-label=\"Was Niacinamid leisten kann\">Meist gut tolerierbar, gut in langfristigen Routinen einsetzbar<\/td>\n<td data-label=\"Was man nicht erwarten sollte\">Nicht automatisch reizfrei bei sehr sensibler oder bereits entz\u00fcndeter Haut<\/td>\n<td data-label=\"Realistische Zeitschiene\">Individuell, meist guter Einstieg m\u00f6glich<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Die Datenlage hinter dieser \u00dcbersicht stammt vor allem aus Studien mit topischen Konzentrationen im Bereich von 2 bis 5 Prozent, teilweise auch 4 Prozent bei Melasma. Daraus l\u00e4sst sich vern\u00fcnftig ableiten, dass nicht jede 10-Prozent-Formulierung automatisch wirksamer sein muss; oft ist die Formulierung, die Hautsituation und die konsequente Anwendung wichtiger als die h\u00f6chste Zahl auf dem Etikett. Diese Schlussfolgerung ist eine klinische Ableitung aus der bisherigen Evidenz, nicht der Beweis einer festen \u201eIdeal-Konzentration&#8221; f\u00fcr alle Hauttypen.<\/p>\n<hr class=\"blog-divider\">\n<h2>Hilft Niacinamid wirklich bei Poren? Ja \u2013 aber anders als viele denken<\/h2>\n<p>\u201ePoren verkleinern&#8221; ist einer der beliebtesten, aber auch missverst\u00e4ndlichsten Hautpflegebegriffe. Anatomisch lassen sich Poren durch ein Serum nicht dauerhaft schrumpfen. Was sich sehr wohl verbessern kann, ist ihre Sichtbarkeit. Und genau hier wird Niacinamid interessant: In einer randomisierten Studie mit 2 Prozent topischem Niacinamid wurden niedrigere Sebumwerte bzw. eine reduzierte Sebumexkretion im Verlauf von 2 bis 6 Wochen beschrieben. Weniger Oberfl\u00e4chenglanz bedeutet oft auch, dass Poren optisch weniger prominent erscheinen.<\/p>\n<p>Gerade bei erwachsener Haut ist das wichtig. Sichtbare Poren sind selten nur ein \u201ePorenproblem&#8221;. Meist spielen mehrere Faktoren zusammen: erh\u00f6hte Talgproduktion, verdickte Hornschicht, leichte Komedonenbildung, Verlust an Hautelastizit\u00e4t und insgesamt unruhige Hauttextur. Niacinamid adressiert davon vor allem den Sebum- und Entz\u00fcndungsaspekt; \u00fcber bessere Barrierefunktion und ruhigere Haut kann zus\u00e4tzlich die Gesamttextur profitieren. Reviews beschreiben Niacinamid deshalb als sebostatisch und sinnvoll bei \u00f6liger Haut, betonen aber auch, dass die optimale Routine individuell bleibt.<\/p>\n<p>Der entscheidende Punkt ist also: Niacinamid ist eher ein Wirkstoff f\u00fcr die optische Verbesserung des Porenbilds als f\u00fcr eine echte strukturelle Ver\u00e4nderung. Wer sehr ausgepr\u00e4gte Poren, elastotische Haut oder acnebedingte Texturst\u00f6rungen hat, braucht oft zus\u00e4tzliche Therapiebausteine \u2013 etwa Retinoide, chemische Peelings, Microneedling oder energiebasierte Verfahren. Niacinamid kann in solchen Konzepten ein sinnvoller Begleiter sein, ersetzt sie aber nicht. Diese Aussage ist eine klinische Einordnung auf Basis der Sebumdaten und der bekannten Ursachen sichtbarer Poren.<\/p>\n<hr class=\"blog-divider\">\n<h2>Niacinamid bei Hyperpigmentierung: Subtil, aber medizinisch plausibel<\/h2>\n<p>Bei ungleichm\u00e4\u00dfigem Teint, dunklen Flecken nach Entz\u00fcndungen und sonnengesch\u00e4digt wirkender Haut geh\u00f6rt Niacinamid zu den interessanteren, gut vertr\u00e4glichen Optionen. Der Wirkmechanismus unterscheidet sich von klassischen Tyrosinasehemmern: Niacinamid hemmt nicht prim\u00e4r die Melaninsynthese selbst, sondern den Transfer von Melanosomen von Melanozyten zu Keratinozyten. In experimentellen Modellen wurde eine Hemmung dieses Transfers gezeigt; klinisch fanden Studien mit 5 Prozent Niacinamid eine Abnahme von Hyperpigmentierung und eine Zunahme der Hauthelligkeit nach mehreren Wochen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Alltag ist das besonders relevant bei postinflammatorischer Hyperpigmentierung, also braunen Flecken nach Akne oder Reizung. Gerade hier ist Niacinamid attraktiv, weil es gleichzeitig Entz\u00fcndung, Barrierestress und Pigmentunregelm\u00e4\u00dfigkeit adressiert. Es kann also nicht nur beim Fleck selbst helfen, sondern auch die Hautumgebung beruhigen, in der solche Flecken \u00fcberhaupt erst entstehen oder persistieren.<\/p>\n<p>Auch bei Melasma gibt es klinische Daten: Eine doppelblinde randomisierte Studie mit 4 Prozent Niacinamid zeigte, dass Niacinamid bei Melasma wirksam sein kann, wenn auch nicht bei jedem Patienten und nicht zwingend als schnellste Monotherapie. Neuere Arbeiten deuten ebenfalls darauf hin, dass B3-basierte Formulierungen die Pigmentierung verbessern k\u00f6nnen und dabei oft gut vertr\u00e4glich sind. Daraus folgt eine realistische Einordnung: Niacinamid ist bei Hyperpigmentierung sinnvoll, aber eher als Baustein eines l\u00e4ngerfristigen Konzepts als als aggressiver \u201eSpot-Eraser&#8221;.<\/p>\n<p>Wichtig bleibt der Lichtschutz. Kein aufhellender Wirkstoff arbeitet \u00fcberzeugend, wenn UV-Exposition t\u00e4glich neue Pigmentimpulse setzt. Wer Niacinamid gegen Hyperpigmentierung einsetzt, braucht deshalb fast immer eine konsequente Kombination mit hohem Sonnenschutz \u2013 sonst wird das Ergebnis langsamer, instabiler oder optisch entt\u00e4uschend. Bei Melasma empfiehlt auch die American Academy of Dermatology einen konsequenten UV-Schutz als Teil des Behandlungskonzepts.<\/p>\n<div class=\"blog-warning-box\">\n<h4>Wichtiger Hinweis<\/h4>\n<p>Nicht jede Verf\u00e4rbung ist harmlose Hyperpigmentierung. Neue, asymmetrische, unregelm\u00e4\u00dfig begrenzte oder sich ver\u00e4ndernde Pigmentl\u00e4sionen geh\u00f6ren dermatologisch beurteilt. Kosmetische Selbstbehandlung sollte nicht an die Stelle einer medizinischen Diagnostik treten.<\/p>\n<\/div>\n<hr class=\"blog-divider\">\n<h2>Anwendung, Konzentration und die h\u00e4ufigsten Fehler<\/h2>\n<p>Niacinamid ist meist gut vertr\u00e4glich, aber \u201emehr&#8221; ist nicht automatisch \u201ebesser&#8221;. Ein h\u00e4ufiger Fehler ist der Griff zu m\u00f6glichst hoch konzentrierten Formulierungen in einer ohnehin gereizten Routine. Die klassische Studienlage zu Sebum, Barriere und Pigmentierung st\u00fctzt vor allem Konzentrationen um 2 bis 5 Prozent; h\u00f6here Konzentrationen k\u00f6nnen ebenfalls sinnvoll sein, sind aber nicht automatisch \u00fcberlegen und bei empfindlicher Haut nicht immer die eleganteste Einstiegsl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Ein zweiter h\u00e4ufiger Fehler ist die Erwartung eines dramatischen Soforteffekts. Bei Sebumregulation zeigen sich Ver\u00e4nderungen typischerweise eher nach einigen Wochen, bei Hyperpigmentierung oft nach vier bis zw\u00f6lf Wochen oder l\u00e4nger. Niacinamid ist damit kein Wirkstoff f\u00fcr den \u201eWow-Effekt nach drei Tagen&#8221;, sondern eher f\u00fcr konsistente, kumulative Verbesserung.<\/p>\n<p>Ein dritter Fehler ist der isolierte Blick auf einen einzelnen Wirkstoff. Niacinamid kann viel, aber nicht alles. Bei starker Akne, echtem Melasma, ausgepr\u00e4gter Rosazea oder markanter Texturst\u00f6rung ist es oft nur ein Teil der L\u00f6sung. In solchen F\u00e4llen entscheidet nicht das \u201ebeste Serum&#8221;, sondern die richtige Kombination aus Diagnose, aktiver Therapie, UV-Schutz und einer tragf\u00e4higen Basisroutine.<\/p>\n<div class=\"blog-tip-box\">\n<h4>Tipp<\/h4>\n<p>F\u00fcr viele Hauttypen ist ein n\u00fcchterner Einstieg am sinnvollsten:<\/p>\n<\/div>\n<ul class=\"blog-check-list\">\n<li>Zuerst mit einer moderaten Konzentration beginnen statt maximal dosiert<\/li>\n<li>Nur ein neues Produkt gleichzeitig einf\u00fchren<\/li>\n<li>Bei Barrierest\u00f6rung lieber auf Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz mitdenken als auf Wirkstoff-\u00dcberladung setzen<\/li>\n<li>Resultate bei Poren und Pigment nicht nach Tagen, sondern nach Wochen beurteilen<\/li>\n<li>Bei anhaltendem Brennen, Flush oder deutlicher Irritation Anwendung pausieren und das Gesamtkonzept pr\u00fcfen<\/li>\n<\/ul>\n<hr class=\"blog-divider\">\n<h2>Fazit: Ein sinnvoller Wirkstoff \u2013 solange die Erwartungen realistisch bleiben<\/h2>\n<p>Niacinamid ist einer der wenigen Wirkstoffe, der seinen guten Ruf nicht nur dem Marketing verdankt. F\u00fcr die Hautbarriere ist der Nutzen besonders gut belegt: mehr Stabilit\u00e4t, weniger TEWL, bessere Hydratation. Bei sichtbaren Poren wirkt Niacinamid vor allem indirekt \u00fcber Sebum und Hautruhe. Bei Hyperpigmentierung ist es medizinisch plausibel und klinisch n\u00fctzlich, aber eher als konsequenter Langstrecken-Wirkstoff als als sofortige Aufhellung.<\/p>\n<p>Genau deshalb ist Niacinamid besonders interessant f\u00fcr erwachsene Haut, die nicht nur ein Problem hat, sondern mehrere: Sensibilit\u00e4t, Glanz, unruhige Textur, Flecken, Barrierestress. Weniger passend ist es dort, wo eine Person sich von einem einzelnen Wirkstoff eine komplette Korrektur ausgepr\u00e4gter Akne, echter Melasma-Verl\u00e4ufe oder massiver Texturver\u00e4nderungen erwartet.<\/p>\n<p>Wer wissen m\u00f6chte, ob Niacinamid im eigenen Fall die richtige Wahl ist, profitiert am meisten von einer professionellen Hautanalyse. So l\u00e4sst sich kl\u00e4ren, ob der Fokus auf Barrierereparatur, Sebumkontrolle, Pigmentregulation oder einer Kombination daraus liegen sollte \u2013 und ob Niacinamid als Basistherapie ausreicht oder in ein gezielteres Behandlungskonzept eingebettet werden sollte. Genau hier beginnt gute \u00e4sthetisch-dermatologische Medizin: bei der pr\u00e4zisen Einordnung statt beim Trend.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen (FAQ) zu Niacinamid<\/h2>\n<p>Niacinamid ist ein echter Multitasker in der Hautpflege, doch gerade bei der konkreten Anwendung tauchen oft noch Detailfragen auf. Kann der Wirkstoff Poren wirklich verkleinern? Welche Konzentration ist die beste und eignet er sich auch f\u00fcr sehr sensible Haut? Wir haben die wichtigsten Fragen und medizinisch fundierten Antworten hier noch einmal kompakt f\u00fcr dich zusammengefasst.<\/p>\n<div class=\"blog-faq-list\">\n<details class=\"blog-faq-item\">\n<summary>Ist Niacinamid f\u00fcr empfindliche Haut geeignet?<\/summary>\n<div class=\"blog-faq-content\">\n<p>In vielen F\u00e4llen ja. Gerade die gute Vertr\u00e4glichkeit und der barriereunterst\u00fctzende Effekt machen Niacinamid f\u00fcr empfindliche oder trockene Haut interessant. Trotzdem ist auch Niacinamid nicht v\u00f6llig reizfrei, vor allem wenn die Haut bereits stark irritiert ist oder zu viele aktive Produkte parallel verwendet werden.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/details>\n<details class=\"blog-faq-item\">\n<summary>Verkleinert Niacinamid Poren wirklich?<\/summary>\n<div class=\"blog-faq-content\">\n<p>Dauerhaft anatomisch verkleinern kann Niacinamid Poren nicht. Verbessern kann sich aber ihre Sichtbarkeit \u2013 vor allem \u00fcber weniger Sebum, weniger Glanz und ein ruhigeres Hautbild. Das ist ein wichtiger Unterschied, der in der Werbung oft verwischt wird.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/details>\n<details class=\"blog-faq-item\">\n<summary>Hilft Niacinamid eher gegen Flecken oder eher gegen die Hautbarriere?<\/summary>\n<div class=\"blog-faq-content\">\n<p>Beides, aber die Evidenz f\u00fcr die Barriereunterst\u00fctzung geh\u00f6rt zu den robustesten Effekten. Bei Flecken ist Niacinamid ebenfalls plausibel und klinisch sinnvoll, nur meist langsamer und subtiler als klassische depigmentierende Therapien.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/details>\n<details class=\"blog-faq-item\">\n<summary>Welche Konzentration ist sinnvoll?<\/summary>\n<div class=\"blog-faq-content\">\n<p>Eine universell beste Konzentration gibt es nicht. Die klassische Evidenzbasis st\u00fctzt vor allem Bereiche um 2 bis 5 Prozent; h\u00f6here Konzentrationen k\u00f6nnen funktionieren, sind aber nicht automatisch \u00fcberlegen. Hauttyp, Formulierung und Vertr\u00e4glichkeit sind oft wichtiger als die h\u00f6chste Prozentzahl.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/details>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfahren Sie aus medizinischer Sicht, wie Vitamin B3 wirklich auf Hautbarriere, Poren und Hyperpigmentierung wirkt und welche Erwartungen realistisch sind.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2056,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"thema":[62],"class_list":["post-2042","blog","type-blog","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","thema-wirkstoffe"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2042","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2042"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2042\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19380064,"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/2042\/revisions\/19380064"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2042"}],"wp:term":[{"taxonomy":"thema","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drperi.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/thema?post=2042"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}